Studie: Bildung schützt vor Arbeitslosigkeit

Es mag eine Binsenweisheit sein: Bildung bzw. berufliche Ausbildung und Qualifizierung sind der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Doch vielleicht hat nicht jeder verstanden, dass es zudem eine gewisse Dynamik gibt. Die Situation für Geringqualifizierte auf dem Arbeitsmarkt hat sich, und zwar entgegen dem allgemeinen positiven Trend, noch weiter verschlechtert. Das zumindest zeigen die Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) für das Jahr 2015.

Während die Arbeitslosigkeit insgesamt bundesweit auf rund 6,5 Prozent zurückging, betrug die Quote bei Menschen ohne Berufsabschluss mit 20,3 Prozent mehr als das Dreifache und lag über den Vorjahreszahlen und auf dem höchsten Stand seit 2010. In Ostdeutschland ist fast jeder Dritte Geringqualifizierte ohne Arbeit.
Die Quote von Akademikern und Absolventen einer betrieblichen oder schulischen Berufsausbildung lag hingegen niedriger als 2014. Besonders niedrig lag die Erwerbslosigkeit im Jahr 2015 mit 1,8 Prozent bei den Meistern, Technikern und Fachschulabsolventen. Hohes Arbeitslosigkeitsrisiko hängt den Forschern zufolge sehr eng mit mangelnder Qualifikation zusammen. In Bildung sehen sie den besten Schutz vor Arbeitslosigkeit. Aktuell sei dies gerade bei der Integration der Flüchtlinge in Deutschland zu beachten. „So wichtig die schnelle Integration von Flüchtlingen in Beschäftigung ist, so wichtig ist es auch, alle Chancen für Qualifizierung zu nutzen“, heißt es in der Pressemeldung des IAB vom 25.10.2016.

Die IAB-Daten als PDF